FRANZÖSISCHtour et fromage

Französisch wird an unserer Schule als zweite Fremdsprache ab Klasse 7 bzw. als dritte Fremdsprache ab Klasse 9 im Rahmen des Differenzierungsunterrichts angeboten. In der Oberstufe kann Französisch dann als Grund- oder Leistungskurs weitergeführt werden.
Der Unterricht wird möglichst oft von französischen Sprachassistentinnen unterstützt. Diese begleiten den Unterricht und können zusätzliche Arbeitsgemeinschaften, z.B. Kochen, Theaterspiel, Film, Lektüre etc. anbieten. Im Schuljahr 2004/05 bereitet unsere Assistentin Schülerinnen und Schüler auf die DELF-Prüfung vor.

Schwerpunktmäßig für die Klassen 8 und 9, aber auch für Schüler/innen der 10. Klassen, die Französisch als 3. Fremdsprache gewählt haben, wird alljährlich ein Austauschprogramm mit einem Collège in La Bassée, einer Kleinstadt in der Nähe von Lille, durchgeführt.
Die Schüler/innen, die nicht in den Austausch einbezogen sind, können ihre Sprachkenntnisse bei einem Besuch in Verviers (Klasse 8) oder Liege (Klasse 10) im frankophonen Belgien erproben.

Unter anderem im Rahmen des Erdkundeunterrichts werden Umfragen vor Ort in Wuppertal und in La Bassée vorbereitet und durchgeführt, die zum Kennen Lernen beider Städte, ihres Umlandes und ihrer Infrastruktur dienen sollen. Dies wird in den größeren Rahmen der Behandlung des Untersuchungsraumes unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten integriert. Mögliche konkrete Aufgaben und eine besondere Verantwortung der beiden Länder Frankreich und Deutschland innerhalb der EU werden in diesem Kontext zunehmend thematisiert.
Auch im Kunstunterricht finden sich Anknüpfungspunkte an den Austausch, indem die Schüler/innen z.B. die Aufgabe erhalten, ihre Austauschpartner/innen zu porträtieren.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die Vorbereitung des Austausches im Geschichtsunterricht ein. La Bassée bietet konkrete Anregungen für die Aufarbeitung der deutsch- französischen Geschichte im Ersten Weltkrieg. Orte wie Arras, Vimy, Lorrette sind beeindruckende Schauplätze, an denen die Schülerlinnen handlungsorientiert unsere eigene Geschichte in Verbindung mit der des Nachbarlandes nachvollziehen können. Das gilt auch für die gemeinsame Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus, die heute sowohl in einem Museum in der Nähe von Boulogne als auch in den Bunkerruinen an der Küste Beispiele für interkulturelles Lernen bietet.
Da die Teilnahme am Austausch nicht für ganze Klassen oder Jahrgangsstufen möglich ist, werden ergänzend Exkursionen in grenznahe französischsprachige Räume durchgeführt. Hierbei erhalten auch die Schüler/innen, die nicht zu den Teilnehmer/innen des jeweiligen Austauschprogramms zählen, Gelegenheit, ihre Sprachkompetenz zu erproben und zu erweitern, indem sie Einkaufsgespräche und Interviews durchführen, die in Rollenspielen im Unterricht vorbereitet werden. In die Vorbereitung werden auch geographische und soziokulturelle Aspekte des besuchten Landes eingebunden.

louvreEntsprechend werden in der Sekundarstufe II eintägige Exkursionen z.B. nach Brüssel oder Luxemburg und mehrtägige Fahrten nach Paris durchgeführt. Die Schüleraktivitäten in Paris (z.B. das Erkunden von Infrastruktur und Bevölkerung verschiedener Quartiers, das Durchwandern der Stadt auf den Spuren z.B. Simone de Beauvoirs oder Sartres, Zolas oder Verlaines, aber auch die Architektur und der stadtgeographischen Besonderheiten vom Louvre bis zur Défense ) werden im Französischkurs intensiv vorbereitet. So gewinnen die Schüler/innen Einblicke in die Lebenswirklichkeit des Nachbarlandes und erkennen die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede in Lebensweisen, in Normen und Wertvorstellungen der Menschen in Frankreich und Deutschland.

24.08.2006

Infoblätter zur Sprachenwahl

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